In unserer Meisterwerkstatt in Muldestausee OT Friedersdorf machen wir jedes Jahr im Herbst Hunderte Fahrzeuge winterfest. Diese Checkliste ist genau die Reihenfolge, in der wir vorgehen.
Warum jetzt – und nicht erst beim ersten Frost?
Der größte Feind im Winter ist nicht die Kälte, sondern Feuchtigkeit und Frost im Wassersystem. Beides arbeitet über Monate, wenn niemand hinschaut. Und: Sobald die ersten kalten Nächte kommen, sind die Werkstatttermine knapp. Wer im September oder frühen Oktober plant, ist auf der sicheren Seite.
Die Herbst-Checkliste Schritt für Schritt
- Wasser komplett ablassen: Frischwassertank, Boiler, alle Leitungen und die Toilettenspülung entleeren, Ablassventile offen lassen (Frostschutzstellung). Gefrorenes Wasser sprengt Leitungen und Boiler – der häufigste und teuerste Winterschaden.
- Dichtigkeit prüfen lassen: Über den Winter dringt Nässe unbemerkt in den Aufbau. Die jährliche Dichtigkeitsprüfung deckt Schwachstellen auf, bevor sie teuer werden – bei uns im Haus.
- Dach, Nähte und Dichtungen: Silikonnähte und Gummidichtungen kontrollieren und pflegen, damit Fenster und Luken dicht bleiben.
- Gasanlage & Gasprüfung: Gasprüfung (G 607) ist alle zwei Jahre fällig – Datum, Schläuche und Regler checken. Flaschen sicher und aufrecht lagern.
- Batterie pflegen: Aufbaubatterie voll laden und über den Winter mit Erhaltungsladung versorgen – oder ausbauen und frostfrei lagern. Eine tiefentladene Batterie übersteht den Winter oft nicht.
- Reifen entlasten: Reifendruck leicht erhöhen gegen Standplatten, Fahrzeug möglichst aufbocken oder gelegentlich bewegen. Reifenalter (DOT) im Blick behalten.
- Innenraum vorbereiten: gründlich reinigen, Kühlschrank leeren und Tür einen Spalt offen lassen (gegen Schimmel), Polster aufstellen, damit Luft zirkuliert.
- Feuchtigkeit bekämpfen: Luftentfeuchter aufstellen und – wenn möglich – regelmäßig lüften. Das ist der wichtigste Punkt gegen Schimmel und Stockflecken.
- Richtig abdecken: atmungsaktive Schutzhülle statt dichter Plane. Eine luftdichte Plane staut Kondenswasser – eine trockene Halle ist die beste Lösung.
- Versicherung & Zulassung: Saisonkennzeichen und Versicherungsstatus prüfen – bei längerer Standzeit lohnt sich oft eine Ruheversicherung.
- Wasser im System vergessen – Frost sprengt Leitungen und Boiler.
- Luftdichte Plane übergezogen – Kondenswasser führt zu Schimmel.
- Batterie leer stehen lassen – Tiefentladung, im Frühjahr Neukauf.
Selbermachen oder Werkstatt?
Vieles kannst du gut selbst erledigen – Reinigen, Lüften, Batterie, Abdecken. Beim Wasserablassen an Heizung und Boiler, bei der Dichtigkeitsprüfung und der Gasprüfung bist du beim Profi besser aufgehoben. Wir übernehmen die komplette Einwinterung inklusive der Prüfungen – in einem Termin. Die passende Ausstattung wie Abdeckungen, Frostschutz und Ladegeräte gibt es direkt in unserem Zubehör-Shop.
Wie du den Feuchtigkeitszustand des Aufbaus grundsätzlich beurteilst, liest du übrigens in unserer Gebraucht-Checkliste – die Punkte gelten auch fürs eigene Fahrzeug.
Alles rund ums Fahrzeug – an einem Ort
Ob Kauf, Miete oder Service: Wir begleiten dich über den ganzen Lebenszyklus deines Fahrzeugs. Hier geht’s direkt weiter:
Häufige Fragen zur Einwinterung
Wann sollte ich mein Wohnmobil winterfest machen?
Muss ich wirklich das ganze Wasser ablassen?
Kann ich das Fahrzeug draußen überwintern?
Wie lagere ich die Batterie über den Winter?
Wie schütze ich die Reifen vor Standplatten?
Was kostet die Einwinterung oder eine Dichtigkeitsprüfung?
Fazit
Einwintern ist kein Hexenwerk – aber die Reihenfolge und die Details entscheiden. Wasser raus, trocken halten, Batterie pflegen, prüfen lassen. Wer das im Herbst erledigt, startet im Frühjahr sorgenfrei in die neue Saison.
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Zur Meisterwerkstatt → ☎ 03493 56788